Das Deutsche Theater in Berlin ist eine von vier Sprechbühnen der deutschen Hauptstadt. Es wurde 1850 eröffnet und spielte in den Anfangsjahren in erster Linie Lustspiele und Possen. In seiner wechselvollen Geschichte wandelte sich das Gesicht des Theaters immer wieder.1905 übernahm der große deutsche Regisseur Max Reinhardt die Leitung und machte das Theater weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. In dieser Zeit war auch Gustav Gründgens als Regisseur tätig.Das Haus widmete sich fortan neben den klassischen Stücken auch modernen Autoren.
Max Reinhardt musste seiner jüdischen Abstammung wegen 1932 die Leitung abgeben. Nach dem Krieg fand eine große Wiedereröffnung statt, bei der Lessings „Nathan der Weise“ zu Aufführung kam. Von 1949 bis 1954 hatte die Schauspielerin Helene Weigel die Leitung inne. Während dieser Zeit führte das Theater zahlreiche Stücke des Dramatikers Bertolt Brecht auf. Die legendäre Aufführung von „Mutter Courage und ihre Kinder“ zählt noch heute zu den bedeutendsten Stücken der Bühne. Während der Zeit der DDR fanden mehrere Wechsel in der Leitung statt, gespielt wurden vor allem regimekonforme Stücke. Das Haus diente unter anderem auch für Feiern der Jugendweihe. Nach der Wende konnte das Theater seinen Ruf als eher konventionelle Bühne durch die Aufnahme moderner Aufführungen und nicht immer vom Publikum geschätzte Neuinszenierungen von klassischen Werken ablegen.
Das aktuelle Repertoire umfasst Werke aller Stilrichtungen und feiert auch internationale Erfolge. Ein Engagement am Deutschen Theater in Berlin gilt noch heute vielen Schauspielern als Ritterschlag, im Laufe der Zeit konnten hier viele der bekanntesten deutschen Künstler ihre großen Karrieren begründen.

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